Komposterde für den Garten

Verwendung von Komposterde

Komposterde ist Gartenerde, die mit Kompost vermischt wurde. Das Einarbeiten von Kompost in die Erde wirkt sich positiv auf die Bodenbeschaffenheit aus. Schwere Lehmböden werden durch feinkrümelige Komposterde aufgelockert. Sandige Böden können Wasser besser aufnehmen. Komposterde ist eine wichtige Grundlage zur Herstellung von Bodenmischungen. Kompost entsteht bei der Kompostierung organischer Abfälle aus Haus und Garten unter Einfluss von Sauerstoff und Bodenlebewesen. Der hohe Nährstoffgehalt von Komposterde sorgt für eine natürliche Düngung. Aufgrund der dunklen Farbe erwärmt sich mit Komposterde vermischter Boden im Frühjahr schneller. Bei Komposterde für Blumenkästen oder Blumentöpfe ist eine Mischung aus je einer Hälfte Kompost und Gartenerde ideal. Bei großen Flächen im Garten arbeiten Sie den Kompost einige Zentimeter tief in den Boden ein. Erst danach werden junge Gemüsepflanzen oder Stecklinge in die Komposterde gepflanzt. Zum Nachdüngen wird einfach Kompost auf der Oberfläche des Bodens verteilt und eingearbeitet.

Komposterde selbst herstellen

Wer einen Garten besitzt, kann Komposterde leicht selbst herstellen. Benötigt wird ein halbschattiger Platz für den Komposthaufen und etwas Geduld. Ein Kompostierer hilft, den Komposthaufen räumlich zu begrenzen. Kompostierer kann man kaufen oder leicht selber bauen. Auch ohne Garten lässt sich Kompost in einer Tonne auf dem Balkon selber herstellen. Ein Komposthaufen wird in Schichten angelegt. In die erste Schicht gehören Rasenschnitt, rohe Obst- und Gemüsereste oder gut zerkleinerte Zweige. Die zweite Schicht besteht aus Gartenerde. Abwechselnd werden so weitere Schichten aufgesetzt bis eine Höhe von ungefähr einem Meter erreicht ist. Eine letzte Schicht aus Rasenschnitt oder ähnlichen Abfällen deckt den Komposthaufen ab. Nach einigen Wochen ist der Komposthaufen durch Verrottung auf ein Drittel geschrumpft. Jetzt wird er umgesetzt. So kommen die äußeren Schichten nach innen und der Kompost wird belüftet, was den Prozess der Verrottung beschleunigt. Das Umschichten sollte zweimal im Jahr erfolgen. Ist der Kompost reif, riecht er nach Walderde. Jetzt kann er durchgesiebt und unter die Gartenerde gemischt werden. Die so entstandene Komposterde ist reich an Mikroorganismen und Nährstoffen, aber nicht überdüngt.

Was darf kompostiert werden?

Küchenabfälle von Obst und Gemüse, Eierschalen, Kaffeefilter oder Teebeutel können kompostiert werden. Strauch- und Baumschnitt muss kleingehäckselt werden, bevor es auf den Kompost geschichtet wird. Rasenschnitt und Laub sollte zu gleichen Teilen verwendet werden.

Was gehört nicht auf den Kompost?

Reste gekochter Speisen können Ratten und Mäuse anlocken und gehören deshalb nicht auf den Kompost. Schalen von Südfrüchten sind nicht zum Kompostieren geeignet. Katzenstreu, Pappe und Papier haben auf dem Komposthaufen nichts zu suchen. Auch Asche und kranke Pflanzenteile gehören nicht auf den Komposthaufen.

Unterscheidung von Kompost

Die Bundesgütegemeinschaft Kompost unterscheidet zwischen Frischkompost, Fertigkompost und Substratkompost.

  • Nach zwei bis sechs Wochen Verrottungszeit ist Frischkompost entstanden, bei dem noch Pflanzenreste enthalten sind. Er zersetzt sich nach dem Einbringen in die Gartenerde vollständig. Dabei werden Nährstoffe freigesetzt. Frischkompost ist hygienisiert. Das heißt, Keime und Samen wurden durch die beim Kompostieren entstehende Wärme abgetötet.
  • Der nach fünf bis zwölf Wochen Verrottungszeit entstandene hygienisierte Fertigkompost ist ein organischer Dünger für den Garten. Im Fertigkompost sind alle Pflanzenabfälle vollständig verrottet. Fertigkomposterde ist gut für Blumentöpfe in der Wohnung oder auf dem Balkon geeignet.
  • Substratkompost ist ein feinkörniger Fertigkompost, der bei der Herstellung von Blumen- und Pflanzenerde Verwendung findet. Er weist nur einen begrenzten Gehalt an löslichen Nährstoffen und Salzen auf.

Wer Kompost nicht selber herstellen möchte, kann fertigen Kompost kaufen. In zertifizierten Betrieben wird hochwertige Komposterde aus Baumschnitt und anderem pflanzlichen Abfall produziert. In ungefähr zwei Jahren entsteht so nach mehrmaligem Umsetzen reife Komposterde, die in Säcke abgefüllt und verkauft wird.